Start Programm RESIST! Die Kunst des Widerstands Adresse & Öffnungszeiten

DIE BAUSTELLE, der open space im Rautenstrauch-Joest-Museum

Das RJM ist ein lebendiger Ort. DIE BAUSTELLE ist ein Treffpunkt im Museum zum Diskutieren, Sich-Begegnen, Basteln, Erzählen, Erfahren, Tanzen, Musik machen, Schreiben, Chillen und Bauen. Hier gestalten wir die Zukunft unseres Museums gemeinsam. Thematisch geht es insbesondere um unsere nächste große Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, in deren Zentrum kolonialer und postkolonialer Widerstand stehen.

Open Space des Rautenstrauch-Joest-Museum ist eröffnet.

Wie kann sich das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) in ein transkulturelles, demokratisches Diskussionsforum verwandeln, in dem Geschichten auf neue Weise vermittelt werden und Sammlungs-Objekte einen Bezug zum heutigen geopolitischen und gesellschaftlichen Wandel gewinnen?

Wie reagiert das RJM auf die aktuellen Debatten rund um das koloniale Erbe von ethnologischen Museen? Wie kann es die Stadtgesellschaft aktiv mitdenken und mitgestalten lassen? Um diese Idealvorstellung eines Museums als transkulturelles demokratisches Forum des Austauschs und der Diskussion zu verwirklichen, ist es notwendig, seine musealen Methoden neu zu denken.

Aus diesem Anlass eröffnet das RJM einen Open Space, DIE BAUSTELLE: ein Treffpunkt im Museum zum Diskutieren, Nachdenken und Sich-Begegnen. Hier werden Fragen gestellt, Antworten gesucht und die Zukunft des Museums gemeinsam entworfen. DIE BAUSTELLE ist ein kollektives Projekt. Hier trifft man sich, liest, malt, bastelt, erzählt, erfährt, tanzt, schaut, macht Musik, schreibt, chillt, diskutiert und baut mit.

Wie auf einer Baustelle entwickelt sich das Projekt Schritt für Schritt weiter und verändert dabei ihr Aussehen und ihre Form. Auf ihr werden aktuelle gesellschaftsrelevante Themen auf unterschiedlichste Art verhandelt. Ziel ist auch, dass sich die Stadtgesellschaft in ihrer Diversität im RJM besser abbildet und dass alle ihre eigenen Themen und Perspektiven einbringen können.

Thematisch geht es insbesondere um die nächste große Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, in deren Zentrum kolonialer und postkolonialer Widerstand stehen und die im Herbst 2020 eröffnet wird. Das RJM lädt die Besucherinnen und Besucher ein, mitzudenken und sich aktiv an der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung zu beteiligen.

Zur Einweihung der BAUSTELLE konnten die Besucher zusammen mit unterschiedlichen Initiativen, Aktivisten und Künstlern aus Köln sowie dem Museumsteam in Tischgesprächen, Performances und Aktionen im Raum die Möglichkeiten und Methoden des Open Space erleben. Sie erhalten außerdem erste Einblicke in die Ausstellung RESIST! und konnten selbst verschiedene Praktiken des Widerstands erproben.

„Die BAUSTELLE bleibt aufgrund des aktuellen Corona-Lockdowns im November geschlossen.
Wir hoffen Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen.“

Programm

Die Akteure bei der Eröffnung am Samstag, 7. Dezember 2019, waren unter anderen: In-Haus/Integrationshaus e.V. (Köln-Kalk), Antirassistisches Bündnis Tribunal NSU-Komplex auflösen/ Initiative Herkesin Meydanı- Platz für Alle, Bahar Gökten & Daniela Rodriguez Romero vom urbanen Tanzkollektiv nutrospektif, der Musiker Elektro Hafiz, die Tanzkünstlerin Benedetta Reuter.

Das Programm des Open Space, DIE BAUSTELLE, hat sich in den kommenden Monaten nach der Eröffnung weiterentwickelt. Während des ersten Quartals 2020 wurde DIE BAUSTELLE nur für spezifisch programmierte Veranstaltungen geöffnet. Ab dem zweiten Quartal 2020 wird sie aufgrund der Corona-Bestimmungen nur zu den jeweiligen Veranstaltungen geöffnet sein. Das RJM arbeitet jedoch daran sie öfter für Besucher*innen zugänglich zu machen.

Der Eintritt ist frei. Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft Kulturstiftung des Bundes.

Donnerstag, 23. Januar 2019, 13. Februar und 12. März 2020, 18.30 Uhr

„Baustellensprech­stunde RESIST!“

Obwohl immer intensiver über die Kolonialgeschichte und ihre Auswirkungen gesprochen wird, geschieht dies bis heute selten aus der Perspektive der Kolonisierten und ihre Widerstandsgeschichten sind kaum Teil der Erzählungen und Debatten. Deshalb hat das RJM kolonialen und postkolonialen Widerstand zum Thema des großen experimentellen und partizipativen Sonderausstellungsprojekts „RESIST! Die Kunst des Widerstands“ gemacht.

Das RJM möchte die Bürgerinnen und Bürger bereits zehn Monate vor der Eröffnung im November 2020 sowohl aktiv an der Konzeption, als auch an der schrittweisen Umsetzung der Ausstellung beteiligen. Sie sind zur regelmäßigen Sprechstunde RESIST! Im neuen Open Space, „DIE BAUSTELLE“ des RJM eingeladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren dort mehr über das, was das Rautenstrauch-Joest-Museum vorhat. Was hat Widerstand mit Ihnen zu tun? Was sind Ihre persönlichen Widerstandsgeschichten? Welche Widerstandsgeschichten sollen Teil der Ausstellung werden? Auf welche Weise sollen diese Geschichten gezeigt und erzählt werden?

Samstag, 8. Februar 2019, 15 Uhr

Erzählcafé: Migrantische Kämpfe

Das Thema des Jahres auf der BAUSTELLE ist verbunden mit der nächsten großen Herbstausstellung, „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, die sich mit kolonialem und postkolonialem Widerstand beschäftigt. Beim ersten Erzählcafé am Samstag, 8. Februar 2019, 15 Uhr, stehen die Widerstandsgeschichten von Migrant*innen im Fokus, die in der deutschen Erinnerungskultur immer noch eine Leerstelle sind. Die Gäste des RJM werden ihre erlebten migrantischen Widerstandsgeschichten vorstellen und sich mit dem Publikum austauschen.

In den 1970er Jahren legten migrantische Arbeiter*innen und ihre deutschen Kolleg*innen in „wilden Streiks“ Betriebe wie Ford in Köln oder Pierburg in Neuss lahm und kämpften gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen. Allein im Jahr des Anwerbestopps 1973 gab es über 300 heftige Streiks. Hinzu kamen Hausbesetzungen, Demonstrationen für bessere Wohnbedingungen oder Kindergartenplätze und solidarische Kämpfe gegen die Diktaturen in den Herkunftsländern einiger so genannter Gastarbeiter*innen – etwa Spanien, Portugal oder Griechenland.

Ausgehend von diesen Erfahrungen, will das RJM beim ersten Erzählcafé diese migrantischen Widerstandsgeschichten aufspüren und sich gemeinsam mit den Besucher*innen über deren Erinnerungen austauschen und darüber nachdenken, was Widerstand heute bedeutet. Die Besucher*innen sind herzlich eingeladen, ihre Geschichte(n) miteinander zu teilen und Fotos oder Objekte zum Thema Migrationsgesellschaft und/oder Widerstand mitzubringen. Die Besucher*innen sind herzlich eingeladen, ihre Geschichte(n) miteinander zu teilen und Fotos oder Objekte mitzubringen zum Thema Migrationsgesellschaft und/oder Widerstand.

Gäste sind:
Sefa-Inci Suvak, Journalistin und Initiatorin von migration-audio-archiv
Antonella Giurano, Begründerin Mondo Aperto/Offene Welt e.V.
Tuğba Bakırcı & friends, DIDF Jugend Köln
und weitere Gäste

Moderiert wird das Erzählcafé von Diversity-Managerin Aurora Rodonò.

Weitere Termine Erzählcafé RESIST!:
Samstag, 25.4., Samstag, 20.6. jeweils von 15 bis 18 Uhr

Donnerstag, 13. Februar und 12. März 2020, 18.30 Uhr

Meet the Diversity Managers!

Wie kann eine Museumspraxis aussehen, die diskriminierungskritisch ist und die die Gesellschaft der Vielen sowohl strukturell als auch inhaltlich abbildet? Um ein Gleichgewicht der Geschichte herzustellen und unterdrückte Stimmen hörbar zu machen, bedarf es einer Revision von Erzählungen.

Folglich geht es am Donnerstag, 13. Februar und 12. März 2020, 18.30 Uhr, darum, den Museumsraum zu diversifizieren und gemeinsam mit den Akteuren marginalisierter Gruppen an einer alternativen Wissensproduktion zu arbeiten. Teilnehmer können die Diversity-Managerinnen Carla de Andrade Hurst und Aurora Rodonò bei einer Tasse Tee treffen.

SONNTAG, 15. MÄRZ, SAMSTAG 21. UND 28. MÄRZ, 15-18 Uhr

Solidarita - kein Spiel mit den Leben

Werkstatt mit Mit-Mach-Aktionen in Kooperation mit dem Integrationshaus e. V.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis zum 29. März 2020 stehen dieses Jahr unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“.
Wie das gehen kann, möchten wir gemeinsam mit dem Integrationshaus e.V. an drei Tagen praktizieren!

Was bedeutet Zivilcourage? Was heißt Solidarität? Und welche Bündnisse können geschlossen werden, um eine solidarische Gesellschaft voranzubringen? Und vor allem – warum macht solidarisches Handeln so viel Spaß? Jede/r ist zum Mitmachen in der BAUSTELLE eingeladen.
Eintritt frei.

ENTFÄLLT

Dienstag, 26. Mai 2020, 15-17 Uhr, Mittwoch, 27. Mai 2020, 16-18 Uhr, Donnerstag, 28. Mai 2020, 15-17 Uhr, DIENSTAG, 2. JUNI 2020, 15-17 UHR, MITTWOCH, 3. JUNI 2020, 16-18 UHR, DONNERSTAG, 4. JUNI 2020, 17-19 UHR

Willkommensritual

Zur Wiedereröffnung nach der Corona-Schließung begrüßt das RJM jede Besucher*in mit einem besonderen Willkommensritual in der BAUSTELLE. In einem gemeinsamen Moment - die Anzahl der Teilnehmer*innen ist jeweils begrenzt - kann jede*/r nach ihrer*/seiner Façon über den Lockdown , das social distancing, die Kontaktsperre, das Tragen von Masken oder andere persönliche Erfahrungen reflektieren und sich austauschen. Das neu erfundene Museumsritual ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

SAMSTAG, 20. JUNI 2020, 15 – 18 UHR

Erzählcafé: Alltagsrassismus – Diversity Matters!

Am 25. Mai 2020 wurde der Afroamerikaner George Floyd durch die Polizei getötet. Aber die Polizei war nicht alleine. Hinter ihr stand ein ganzes System: das System Rassismus, demzufolge Schwarze Menschen, People of Color (von Rassismus betroffene Menschen) alltäglich um ihr Leben fürchten müssen.

Im kommenden Erzählcafé RESIST! wollen wir uns gemeinsam mit dem In-Haus/Integrationshaus e.V. & Friends und den Besucher*innen über die Lebensrealitäten von Migrant*innen, über rassistische Diskriminierungen im Alltag und postmigrantische Allianzen und Solidaritäten austauschen.

Gäst*innen:
Elizaveta Khan & Mona Leitmeier, Integrationshaus e.V. & Friends Dawood Nejad, Künstler, Autor und Museumsmitarbeiter (angefragt)

Moderation: Carla de Andrade & Aurora Rodonò, Diversity-Managerinnen RJM

Aufgrund der notwendigen Corona-Hygienemaßnahmen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 18. 6. unter: rjm-veranstaltungen@stadt-koeln.de Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Außerdem weisen wir darauf hin, dass während der Veranstaltung das Tragen von Mund- und Nasenschutz erforderlich ist. Darüber hinaus sind wir hinsichtlich des Monitorings der Corona-Pandemie dazu verpflichtet, die Kontaktdaten und Aufenthaltszeiten unserer Gäst*innen zu dokumentieren.

Ort: BAUSTELLE im RJM, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 24.09., 18.30 Uhr

Baustellensprechstunde RESIST!

Das Thema des Jahres in unserem Diskussionsforum die BAUSTELLE ist verbunden mit unserer großen Herbstausstellung, „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, die sich mit kolonialem und postkolonialem Widerstand beschäftigt und auch die Widerstandsgeschichten unserer Besucher*innen in den Fokus setzt.

Dienstag, 29.09., 12 bis 17 Uhr

25 Jahre „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Rassismuskritik – mit Courage gegen Rassismus Workshop

Seit dem Anschlag in Hanau und der Black Lives Matter-Bewegung gibt es in Deutschland einen verstärkten Austausch zu rassistischen Strukturen und Denkmustern. In verschiedenen Workshops reflektieren Schüler*innen und Lehrkräfte des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ über Rassismus im (Schul-)Alltag und tauschen sich über Möglichkeiten aus, verstärkt Haltung zu zeigen gegen Rassismus und Diskriminierung.

www.schule-ohne-rassismus.org/netzwerk

Geschlossene Veranstaltung für Schulen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Mittwoch, 30.09., 14 bis 20 Uhr

Wille zur Desintegration gesucht!

Werkstatt in Kooperation mit dem Integrationshaus e. V. und weiteren Initiativen

Der Verein Integrationshaus e. V. feiert am 01.10.2020 seinen zehnten Geburtstag. Das Motto lautet: 10 Jahre Integrationshaus – 10 Schritte zur erfolgreichen Desintegration!

Für das Integrationshaus bedeutet gelungene „Desintegration“, sich auch dann einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen, wenn die Gemeinschaft eine*n nicht haben möchte.

Das Ziel: Alle Menschen, die in Deutschland leben, zu ermutigen, aus dem gesellschaftlichen Diskurs um Integration auszubrechen und selbstbewusst Desintegration einzufordern. Das Motto: Wo ist Ihr Wille? Lassen Sie sich desintegrieren und feiern Sie mit!

Weitere Infos unter www.ihaus.org

Donnerstag, 01.10. | 14 bis 18 Uhr

Bilder von Makkaronis.
Oder: Bin ich ein Klischee?

Foto- und Schreibworkshop, „Do It Yourself“-Ausstellung

Die Makkaroni Akademie sucht Dich: Hast Du eine italienische Migrationsgeschichte? Bist Du ein*e Italienliebhaber*in? Oder willst Du es werden? Als sich die vielen Italiener*innen ab den 1950er Jahren auf die Reise nach Deutschland machten, hätten sie nicht gedacht, so lange zu bleiben. Heute, 65 Jahre nach dem ersten Abkommen der Nachkriegszeit zur Anwerbung von italienischen Arbeiter*innen, sind viele Makkaronis noch hier. Und einige weitere sind in den letzten Jahren dazu gekommen. Aber wer kennt die Geschichte(n) hinter den Bella Italia-Klischees? Was wissen die Jüngeren von den Erfahrungen ihrer Großeltern oder Eltern? Und wie hat sich das Leben in Deutschland infolge der italienischen Migration verändert?

In einem Foto- und Schreibworkshop stellt die Makkaroni Akademie die Pizza-Pasta-Amore-Erzählung auf den Kopf. Bitte bringe 10 Fotos mit, die Deine ganz persönliche Makkaroni-Geschichte erzählen. Die Makkaroni Akademie sammelt Geschichten, befragt familiäre Fotosammlungen, schafft alternative „Italienbilder“ und organisiert musikalische Makkaroni-Abende. Die Gründerinnen sind die Künstlerinnen und Kulturaktivistinnen Francesca Magistro, Rosanna D’Ortona und Aurora Rodonò (seit August 2019 Diversity Managerin am RJM).

Anmeldung bis zum 27.09. an makkaroni-akademie@posteo.de
Teilnehmer*innenzahl begrenzt
keine Vorkenntnisse erforderlich
Im Anschluss Aperitivo mit Musik

Freitag, 02.10. | 19 Uhr

Migrantenstadl

Lesung / Performance mit Tunay Önder & Imad Mustafa

„Aus meiner Perspektive müssen sich nicht die vermeintlich Andersartigen integrieren; sondern die Mehrheitsgesellschaft muss sich kanakisieren.“ (Tunay Önder)

Seit 9 Jahren denken, schreiben, kuratieren und gestalten Tunay Önder und Imad Mustafa gemeinsam unter dem Label „Migrantenstadl“. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit setzen sie sich mal kritisch-analytisch, mal dadaistisch-künstlerisch mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen auseinander: Allzu deutschen Zuständen, Rassismus-, Integrations- oder Heimatdiskursen setzen sie aktuelle Berichte aus der Peripherie, Wörterayntöffe und Manifeste entgegen, die eine postmigrantische Gesellschaft von unten entwerfen.

Tunay Önder (*1981 in München) ist Deutsche und Türkin. Seit Abschluss ihres Studiums der Soziologie ist sie als Autorin, Publizistin und Kuratorin tätig und entwickelt Formate für eine offene Migrationsgesellschaft.Seit 2011 realisiert sie zusammen mit Imad Mustafa den Blog „Migrantenstadl“ als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten mit dadaistischem Einschlag.

Imad Mustafa (*1980 in Esslingen) ist Sohn palästinensischer Gastarbeiter. Er ist Politologe und Soziologe und arbeitet als freier Autor und Redakteur für verschiedene Medien. Zur Zeit ist er Lehrbeauftragter an der Universität Erfurt mit den Forschungsschwerpunkten: Protestforschung, Autoritarismusforschung, Politischer Islam, Islam in Deutschland und deutschen Medien, Rechtspopulismus und Rassismus.

Anmeldung bis zum 27.09. an rjm-veranstaltungen@stadt-koeln.de
Teilnehmer*innenzahl begrenzt
Ort Baustelle | Eintritt frei | Barrierefrei | Im Anschluss Umtrunk

Samstag, 10.10., 15 bis 18 Uhr

Erzählcafé RESIST!

Internationale Solidarität zwischen den 1960er und 80er Jahren

Im Erzählcafé blicken wir auf die Widerstandsgeschichten von Migrant*innen, die als Teil der weltweiten Internationalen in den 1960ern und 70ern Jahren in Deutschland gegen die Kolonialmächte auf dem afrikanischen Kontinent oder gegen die Diktaturen in Lateinamerika kämpften.

Befreiungsbewegungen in den Herkunftsregionen und in Deutschland überblenden sich, ostdeutsche und westdeutsche Geschich-te(n) von Flucht und Exil ebenso. Aus der Perspektive der zweiten Generation rekonstruieren wir die Geschichte(n) der Elterngeneration und spannen einen Bogen zu den postmigrantischen Realitäten und den heutigen transnationalen Kämpfen um Gerechtigkeit. Was können wir aus den historischen Kämpfen über Solidarität lernen?

Gäste
Muriel Gonzalez (Historikerin), Carla de Andrade Hurst (Diversity Managerin RJM) und weitere.

Moderation
Aurora Rodono (Diversity Managerin in RJM)
Anmeldung bis zum 01.10. an rjm-veranstaltungen@stadt-koeln.de | Betreff: Erzählcafé Oktober
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt

Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“

Obwohl in den letzten Jahren in Deutschland immer intensiver über die Kolonialgeschichte und ihre Auswirkungen gesprochen wird, geschieht dies immer noch sehr selten aus der Perspektive der Kolonisierten. Insbesondere der Widerstand, der von ihnen in den kolonisierten Gebieten gegen die Kolonialherrschaft immer wieder geleistet wurde, wird bis heute kaum thematisiert. Deshalb hat sich das RJM entschieden, „Widerstand“ zum Thema eines großen experimentellen und partizipativen Sonderausstellungsprojekts zu machen. Die Ausstellung wird im November 2020 eröffnet.

„RESIST! Die Kunst des Widerstands“ wird keine historische Übersichtsausstellung über Widerstand, sondern eine transversale Erzählung, die verschiedene Zeitlichkeiten und Topographien überblendet. Eine kaleidoskopische Ausstellung, in der zahlreiche Facetten der Kunst des Widerstands in der Vergangenheit und der Gegenwart sichtbar werden. Die Ausstellung bildet unterschiedliche Erfahrungen, Erlebnisse, Stimmungen, Ausdrücke und Emotionen ab. Sie erzählt globale und lokale Geschichten, präsentiert kollektive sowie persönliche Erinnerungen, die Geschichten von wichtigen großen Widerstandshelden und Aktionen, aber auch die vielen kleinen Erzählungen von stillem Widerstand und Protest in der Vergangenheit und Gegenwart.

Der Epilog der Ausstellung widmet sich dem Konzept der Resilienz. Sind Prozesse von Resilienz eigentlich auch nicht ein Ausdruck von Widerstand? Wie haben Menschen trotz Katastrophen, Härten, Schocks oder Traumata, ihre Wunden, persönlichen oder kollektiven Verletzungen geheilt? Inwieweit kann eine Revitalisierung von Ritualen und anderen Ausdrucksformen auch Zeichen von Resilienz sein? In diesem Kontext, spiegelt Resilienz den Willen wider, Traumata zu überwinden und sich aktiv mit der Gegenwart und der Zukunft auseinanderzusetzen. Im Epilog der Ausstellung werden die Besucherinnen und Besucher auch nach ihrer persönlichen Definition von Widerstand gefragt.

Es wird das erste Mal in Deutschland sein, dass ein Museum mit ethnographischen Beständen Aktivisten und Künstler aus dem Globalen Süden so viel Raum gibt.

„Urban Progress“ ist ein Projekt von Bahar Gökten und Daniela Rodriguez Romero zusammen mit Jugendlichen aus dem Raum Köln/ Bonn. Es ist der zweite Teil der dreiteiligen Projektreihe „Street to Stage“, einem Projekt von ROOTS & ROUTES Cologne e. V. in Kooperation mit ZAIK und der OT Werkstattstraße - Das Jugendzentrum in Köln/ Nippes. Gefördert von ChanceTanz, einem Projekt von „Aktion Tanz - Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e. V.“ im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Video: Young-Jean Maeng